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STARTHILFE UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Kade: Branche ist ”mit einem blauen Auge davongekommen”

Potsdam. Fast 40 Prozent der Brandenburger Gastronomen und Hoteliers mussten im vergangenen Jahr Umsatzrückgänge verzeichnen. Dies sagt der Branchenbericht 2009 des DEHOGA Brandenburg, der im Januar veröffentlicht wurde. Ursache sei eine allgemeine Konsumzurückhaltung, bedingt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, so Mario Kade, Präsident des DEHOGA Brandenburg. „Jetzt gilt es, noch stärker mit Service und Qualität zu überzeugen. Maßgeschneiderte Angebote, orientiert an den Bedürfnissen unserer Gäste, sind der Schlüssel zum Erfolg.”

Dem entsprechend wollen die märkischen Hoteliers die Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsleistungen vor allem für Investitionen und zur Qualifizierung des Personals nutzen, um das Niveau der Serviceleistungen zu heben und so konkurrenzfähigere Angebote machen zu können. Den Ergebnisse einer Branchenumfrage im Januar zufolge beabsichtigen fast 40 Prozent der märkischen Hoteliers, die eingesparten Prozente für Investitionen einzusetzen; 28 Prozent wollen ihr Personal qualifizieren oder gar aufstocken. Acht Prozent gaben an, die gesparten Mittel durch Preissenkungen direkt an ihre Kunden weiter zu geben, so Kade. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Preise für Energie sowie für einen hochwertigen Warenkorb und einer der Finanzkrise geschuldeten Zurückhaltung bei der Kreditvergabe sei es nicht hoch genug zu bewerten, wenn die Unternehmen investieren, Beschäftigung sichern und ihre Kapitalbasis stärken wollten.

Insgesamt seien die märkischen Hotels und Gaststätten „mit einem blauen Auge” durch die Krise gekommen. Gegenüber einem Umsatzminus von 2,9 Prozent im Bundesdurchschnitt gäbe es für Brandenburg sogar ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent. Allerdings sei trotz der gestiegenen Gästezahlen weniger Ertrag übrig geblieben. Somit seien die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate eher zurückhaltend.

FORUM/mku