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STARTHILFE UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Dauerbrenner Unternehmensnachfolge

Hauptproblem: Finanzierung der Geschäftsanteile

Familienunternehmen spielen bei der Nachfolge eine große Rolle”, sagte Brandenburgs Arbeits-Staatssekretär Winfrid Alber bei der Eröffnung der zweiten "Nexxt Night", dem Info-Abend zur Unternehmensnachfolge, zu dem die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, die Handwerkskammer Potsdam und ihre Kooperationspartner am 18. September ins Erlebnisrestaurant Prinz Eisenherz im Filmpark Babelsberg eingeladen hatten.

Die gute Nachricht an diesem Freitagabend kam von den Bankern: „Die Kreditklemme ist in Brandenburg kein Thema”, so Johannes Altenwerth von der Berliner Volksbank. Ähnlich sorach sein Amtskollege von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, Andreas Schulz. Beide Einrichtungen finanzieren seit Jahren als Hausbank die Übergabe von Unternehmen an die Nachfolger. Und das waren 2008 immerhin 1500 Unternehmen im Land, hatte Verena Hedtke vom Bundeswirtschaftsministerium als Information mitgebracht. „Seit 2006 sind es bereits 5141 Betriebe, die einen Nachfolger gefunden haben”, so Hedtke. Das Hauptproblem sei aber für alle die Finanzierung für den Kauf der Geschäftsanteile.

Die Veranstaltung bot Unternehmern und ihrer Begleitung die Möglichkeit, sich in lockerer, ungezwungener und informeller Atmosphäre über alle wichtigen Aspekte der Unternehmensnachfolge zu informieren. Im Fokus der diesjährigen NEXXT NIGHT stand insbesondere die Nachfolgersuche und die Finanzierungsmöglichkeiten. In moderierten Gesprächsrunden berichteten Unternehmer und Experten aus Erfahrungen und gaben praxisnahe Empfehlungen für eine professionelle und erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensnachfolge.

André Henning, der Rainer Manigk als Geschäftsführer der MaTec Gummiwerk GmbH in Caputh (Potsdam-Mittelmark) nachfolgte, hat das Prozedere bereits zum 1. Juli 2007 abgeschlossen. „Bei mir ging es mit einem halben Jahr recht schnell, denn als früherer Banker wusste ich, welche Zahlen genau für den Kreditantrag gebraucht werden”, sagte er. Bei den meisten dauere es knapp ein Jahr. „Setzen Sie sich mit jemanden in Verbindung, der mit einer Betriebsübernahme Erfahrung hat und dann wenigstens zwei Jahre lang erfolgreich war”, rät er. Denn erst mit einem gewissen Zeitabstand ließe sich beurteilen, welche Entscheidungen getroffen werden können. Viele kämen mit zu unvollständigen Angaben zu Bank. (wg/al/mku)