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STANDORTPOLITIK

Veranstaltung am 25. Januar 2010

„Beim Bau des neuen Landtags werden 70 bis 80 Prozent der Bauleistungen an kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region vergeben”, das sagte Dr. Markus Koch von der BAM Gruppe Deutschland vor Unternehmern im vollen Saal der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Potsdam, der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V. und dem Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e. V. hatte die IHK Potsdam geladen, damit sich regionale Firmen aus erster Hand informierten, welche Aufträge sie im Zuge des Baus bekommen können.

Den Auftakt machte Matthias Klipp, der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bauen der Landeshauptstadt Potsdam. Neben einer vielfältigen Präsentation der Entwicklungen in Potsdams historischer Mitte zeigte er weitere Möglichkeiten auf, sich im gesamten Stadtgebiet zu engagieren. Um jährlich den Bedarf von 1.000 neuen Wohnungen decken zu können, seien 127 Potentialflächen für Wohnungsbau vorwiegend in innerstädtischen Gebieten identifiziert worden.

Mit viel „Herzblut” berichtete der Architekt des neuen Landtages Professor Peter Kulka von der Entwicklung seiner architektonischen Planung, den damit notwendigen Überlegungen und einschränkenden Rahmenbedingungen. So ist geplant, die verletzten Skulpturen und Elemente des alten Landtages weitestgehend in den Neubau zu integrieren, was besondere Anforderungen an die ausführenden Unternehmen stellt.

Der Baubeginn für den neuen Landtag in Potsdam steht unmittelbar bevor. Die BAM AG wird den neuen Landtag bis zum 31. Dezember 2012 errichten und – finanziert vom Land – 30 Jahre lang betreiben. Das Konsortium hat vom Land Brandenburg den Zuschlag für den Bau und den Unterhalt des Landtags in Gestalt des Potsdamer Stadtschlosses im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft erhalten. Erste Aufträge wurden bereits vergeben, denn im Februar 2010 beginnt die Einrichtung der Baustelle, damit im März termingerecht der erste Spatenstich erfolgen kann. „Wir werden das Große sehr kleinteilig ausschreiben”, sagte Dr. Koch, der für rege Beteiligung an den Ausschreibungen warb. Zwar verfüge die BAM über langjährige Partner außerhalb der Region, auf die sie zurückgreifen könne, sie wolle jedoch lieber mit Firmen aus der Region zusammenarbeiten.

Zuständig für den Betrieb ist die BAM-Tochter Müller-Altvatter Gebäudemanagement GmbH. Subunternehmer werden nicht nur während des Baus gebraucht. Anfang 2011 beginnt die Ausschreibung der Gebäudedienstleistungen, die von der BAM ebenfalls vergeben werden: Verpflegung, Sicherheitspersonal, Haustechniker und Hausmeister, Reinigungskräfte und Veranstaltungstechniker sollen aus der Region kommen und mit langfristigen Verträgen an den Landtag gebunden werden. „Wir werden 40 neue Arbeitsplätze schaffen und die regionalen Firmen eng einbinden”, versprach BAM-Mitarbeiter Dr. Henric Hahr. Die Nähe zu den Kunden, die schnelle Reaktion bei Problemen und die Identifikation mit dem Objekt seien eindeutige Vorzüge hiesiger Firmen.

DOKUMENT-NR. 19893

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