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EXPORT

IHK Potsdam: Drei Westbrandenburger Landkreise über Bundesdurchschnitt

18.03.2011 „Die aktuellen Zahlen bestätigen unsere Prognose. Die Exporte liegen sogar um rund 50 Millionen Euro über dem Wert von 2008 und markieren damit einen neuen Rekordstand. Daran haben die Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Potsdam einen Anteil von über 60 Prozent." Das sagte René Kohl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, zu den jetzt vorgelegten Brandenburger Exportergebnissen.

"Noch immer nicht zufriedenstellend ist die Exportquote im verarbeitenden Gewerbe - landesweit liegt diese gerade einmal bei 27,1 Prozent. Besonders erfreulich ist, dass die Westbrandenburger Landkreise Ostprignitz-Ruppin mit 52,4 Prozent, Oberhavel mit 50,2 Prozent und Teltow-Fläming mit 48 Prozent sogar über dem deutschen Durchschnitt von 45,9 Prozent liegen."

Bei den Zielmärkten komme es heute darauf an, die Lieferbeziehungen weiter zu diversifizieren. Die derzeit am schnellsten wachsenden Brandenburger Exportmärkte seien Länder wie Brasilien mit einem Zuwachs um 44,4 Prozent, Indien mit sogar 122 Prozent und die Türkei mit einem Plus von 42 Prozent.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hatte am 18. März die Zahlen der märkischen Exportwirtschaft für das Jahr 2010 veröffentlicht. Danach haben die Unternehmen der Region im vergangenen Jahr Waren im Wert von mehr als 12,2 Milliarden Euro ausgeführt - 13,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers erklärte dazu: "Das erfreuliche Exportergebnis ist ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit der Brandenburger Unternehmen und zugleich ein ermutigendes Signal für die weitere Entwicklung der märkischen Wirtschaft."

Die Zahlen zeigten, dass sich die märkischen Firmen auf den weltweiten Märkten behaupteten und sich mit Waren "made in Brandenburg" international einen guten Ruf erarbeitet hätten. Umso mehr komme es darauf an, die Exportkraft der brandenburgischen Wirtschaft weiter zu stärken.

"Mir ist wichtig, dass dabei auch mehr kleine und mittelständische Firmen den Einstieg in die Außenwirtschaft wagen und schaffen", sagte Christoffers. Er appellierte an den Mittelstand, die zur Verfügung stehenden Unterstützungsangebote zu nutzen. Das Land unterstütze Brandenburger Firmen bei der Markterschließung insbesondere durch Förderung, Firmengemeinschaftsstände auf nationalen und internationalen Messen sowie durch Unternehmerreisen.

"Insbesondere für kleine Firmen aus innovativen und technologieaffinen Branchen ist das internationale Geschäft unerlässlich, um auch national konkurrenzfähig zu bleiben", so der Minister.

Besondere Bedeutung hätten auch 2010 die Ausfuhren in die Europäische Union. Sie erreichten einen Wert von 8,5 Milliarden Euro, 20,9 Prozent mehr als 2009. Bei den Bestimmungsländern rangierte Frankreich mit einem Anteil von 17 Prozent an den gesamten brandenburgischen Exporten an der Spitze, gefolgt von Polen und den USA. Angeführt wird die Brandenburger Exportliste 2010 von Luftfahrzeugen mit einem Anteil von 19,2 Prozent, gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Blech aus Eisen oder Stahl.

DOKUMENT-NR. 75295

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