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Die Industrie- und
Handelskammern in Berlin und Brandenburg werten die jüngsten
Vorstöße für ein gemeinsames Bundesland aus der märkischen SPD als
positives Signal für die längst überfällige Wiederaufnahme
ernsthafter Gespräche. „Es ist gut, wenn in der Brandenburger
Regierungsfraktion jetzt wieder über ein Thema diskutiert werden
darf, das in der Wirtschaft und für viele Menschen seit langem zum
Alltag gehört”, erklärten die IHKs Berlin, Potsdam, Cottbus und
Ostbrandenburg. Insgesamt befürworteten zwei Drittel der
Unternehmen eine Länderehe, wie auch der jüngste ge-meinsame
Konjunkturbericht gezeigt habe.
Zwar seien trotz des Stopps offizieller Fusionsbemühungen seitens
der Landesregierungen in den vergangenen Jahren zahlreiche
gemeinsame Landesinstitutionen geschaffen worden, erklärte der
Berliner IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder. Dennoch werde die
Entwicklung der Wirtschaftsregion durch zwei ei-genständige
Bundesländer gehemmt: Es mangele zum Beispiel an einer gemeinsamen
Wirtschaftsförderstrategie, zum Nachteil für Berlin und Brandenburg
im Wettbewerb der europäischen Metropolregionen. Auch bei der
Planung und Umsetzung notwendiger Länder übergreifender
Infrastrukturprojekte komme es trotz gemeinsamer Landesplanung
immer wieder zu unnötigen Verzögerungen. Die Herausforderung des
schon sichtbaren demographischen Wandels erforderten ebenfalls
Handlungskonzepte aus einem Guss.
„Die Region braucht eine gemeinsame Perspektive. Es geht nicht um
Sofortmaßnahmen, sondern darum, dass sich Berlin und Brandenburg
den demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der
Zukunft stellen. Daher ist die Zeit 14 Jahre nach der gescheiterten
Volksabstimmung mehr als reif, eine neue, positive Diskussion über
die Länderfusion zu starten”, betonten Dr. Wolfgang Krüger, René
Kohl und Gundolf Schülke, die Hauptgeschäftsführer der
brandenburgischen IHKs, einhellig. Die Wirtschaft der Region könne
sich nur wünschen, dass am Ende des Prozesses eine gemeinsames Land
Berlin-Brandenburg als leistungsfähiger europäischer Standort
entsteht.
FORUM Das Brandenburger Wirtschaftsmagazin Ausgabe 05/2012 FORUM-Archiv FORUM Mediadaten FORUM-Verlag und Redaktion mehr
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© Industrie- und Handelskammer Potsdam
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenden Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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