Downloads
-
Konjunktur Blitzlicht Herbst 2009
(PDF, 1,720 KB) (Dokument-Nr.: 19168) -
Daten zu kreisfreien Städten und Kreisen
(PDF, 102 KB) (Dokument-Nr.: 19170)
Sie befinden sich hier: Home > Presse- und Öffentlichkeitsarbeit > Pressemitteilungen 2009 > Konjunkturumfrage gewinnt in Westbrandenburg wieder an Fahrt
Konjunktur gewinnt in Westbrandenburg wieder an Fahrt
Geschäftsklimaindex um zehn Punkte gestiegen/Unternehmen blicken wieder zuversichtlicher in die Zukunft/Personalplanung mit leicht positivem Trend
„Die Westbrandenburger Unternehmen wurden in den vergangenen Monaten nicht so stark von der internationalen Marktentwicklung erfasst”. Das sagte Dr.-Ing. Victor Stimming, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam in Auswertung der traditionellen Unternehmensbefragung unter Kammermitgliedsunternehmen im September dieses Jahres. „Der Geschäftsklimaindex ist im IHK-Bezirk Potsdam seit Beginn des Jahres um zehn Punkte gestiegen. Die derzeitige Lage, die Erwartungen, der Außenhandel, die Investitionsbereitschaft und auch die Personalplanung geben durchaus Anlass zu vorsichtigem Optimismus.”
Der Geschäftsklimaindex ist von 88,4 Punkten im Frühjahr auf 98,5 Punkte gestiegen.
Aktuelle Lage
Nach einem starken Einbruch zu Beginn des Jahres, der sich im Sommer noch verstärkte, hat sich die Geschäftslage bei den Westbrandenburger Unternehmen wieder konsolidiert. Fast 27 Prozent der Unternehmen bewerten die Geschäftslage sogar als gut. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen schätzt die Lage als befriedigend ein. Der Anteil der Unternehmen, der die aktuelle Lage als schlecht einstuft, ist mit 23 Prozent zwar immer noch hoch, jedoch gegenüber den Umfragewerten vom Sommer um 7 Prozentpunkte gesunken.
Der Anstieg des Geschäftsklimaindex von 88,4 um 10 Punkte auf 98,5 im Vergleich zum Frühjahr ist insbesondere auf die verbesserte Stimmung bei den Unternehmen zurückzuführen. Dies spiegelt die Hoffnung auf schnelle Erholung der wirtschaftlichen Situation und die hohen Erwartungen an die positiven Effekte durch die Maßnahmen im Rahmen der Konjunkturpakete wider.
Insbesondere wegen des ungebrochenen privaten Konsums und der ersten Effekte aus den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung hat sich die Lage verbessert. Bei den Bauunternehmen haben fast 80 Prozent der Unternehmen die Lage als gut bis befriedigend beurteilt (32 Prozent gut, 47 Prozent befriedigend), und die Bewertungen der Handelsunternehmen sind noch positiver. Von diesen beurteilt ein Viertel der Unternehmen die Lage als gut und mehr als 60 Prozent als befriedigend. Auch bei den Dienstleistungsunternehmen kann trotz stark gesunkener Umsätze und einer Verschlechterung der Gewinnlage von einer Stabilisierung der Geschäftslage gesprochen werden. Nur 15 Prozent der Unternehmen bewerten die Situation als schlecht, knapp 60 Prozent als befriedigend und immerhin 27 Prozent als gut. Bei den Industrieunternehmen kann ebenfalls von einer Verbesserung der Lage gesprochen werden, jedoch ist der Anteil der Unternehmen, die die Lage als schlecht bewertet, mit 41 Prozent von allen Branchen am höchsten.
Erwartungen
Die Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung sind optimistisch. Nur noch ein Viertel der Westbrandenburger Unternehmen rechnet mit einer Verschlechterung der Situation. Im Vergleich zum Frühjahr hat sich der Anteil der Unternehmen, die von einer positiven Entwicklung der Geschäftslage in den nächsten 12 Monaten ausgeht, mit 20 Prozent fast verdoppelt. Dabei sind die Industrieunternehmen am positivsten gestimmt. Von diesen rechnen fast 30 Prozent mit einer Verbesserung der Lage und fast 50 Prozent rechnen nicht mit Veränderungen. Bei den Bauunternehmen sind die meisten Skeptiker zu finden: Trotz der zu erwartenden Vergaben aus den Konjunkturpaketen rechnet von diesen fast ein Drittel mit einer Verschlechterung der Situation. In Erwartungen des bevorstehenden Winters rechnen lediglich knapp 4 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Bei den Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind die Erwartungen optimistischer geworden. Insbesondere die Einzelhandelsunternehmen sind guter Dinge: Mehr als 60 Prozent der Unternehmen gehen von einem unveränderten Status quo aus, und fast 18 Prozent rechnen mit einer Verbesserung – nicht zuletzt Dank des unverändert konstanten Konsums der Bürger.
Export
Obwohl die Exportorientierung in Westbrandenburg noch zu schwach ausgeprägt ist, blicken immerhin mehr als die Hälfte der befragten Industrieunternehmen optimistisch in die Zukunft. So rechnen mit gleich bleibenden Exporten 37 Prozent der befragten Unternehmen, und sogar 20 Prozent gehen von steigenden Exporten in der Zukunft aus. Auch die Zahl, der Unternehmen, die von höheren bzw. gleichbleibenden Exporten berichten, hat sich gegenüber der letzten Umfrage im Sommer erhöht, wenn auch nicht die Vorjahreswerte erreicht werden. So berichten 8 Prozent der Industrieunternehmen von einer Zunahme der Exporte und 21 Prozent von unveränderten Exportvolumina. Jedoch ist die Zahl derer, die von einer Abnahme der Exporte sprechen, mit 35 Prozent noch recht hoch. Ebenfalls bei 35 Prozent liegt der Anteil der Unternehmen, die gar keine Exportaktivitäten entwickeln.
Investitionen
Die Investitionsneigung der Unternehmen hat sich deutlich gesteigert, was als Indikator betrachtet werden kann, dass die Konjunktur wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Mittlerweile rechnen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen mit höheren (17 Prozent) bzw. gleichbleibenden (39 Prozent) Investitionen. Nur noch 16 Prozent haben keine Investitionspläne, was dem Niveau der Herbstumfrage 2008 entspricht. Dabei liegt der Fokus der Investitionspläne – wie in den Vorumfragen auch – auf Ausgaben für Ersatzbedarf (70 Prozent) und mit großem Abstand dahinter für Rationalisierungsmaßnahmen (31 Prozent). Die Investitionspläne der Handels- und Industrieunternehmen sind dabei am optimistischsten. Fast ein Viertel der Industrieunternehmen plant eine Steigerung der Investitionen, und bei den Handelsunternehmen rechnen fast 70 Prozent mit steigenden bzw. unveränderten Investitionsausgaben.
Personalplanung
Die Personalpläne der Unternehmen entwickeln sich wieder in eine positive Richtung: Insgesamt 80 Prozent der Unternehmen rechnet mit einer Zunahme bzw. Beibehaltung des Mitarbeiterstammes. Trotz der guten Bewertung der aktuellen Lage sind die Personalpläne der Bauunternehmen angesichts des bevorstehenden Winters wieder sehr pessimistisch. Der Anteil, der Unternehmen, die von sinkenden Mitarbeiterzahlen ausgeht, hat sich mit 22 Prozent gegenüber der Sommerumfrage nochmals erhöht. Während die Einstellungsabsichten bei den Handels- und Dienstleistungsunternehmen leicht zunehmen, kann bei den Industrieunternehmen eine deutliche Zunahme festgestellt werden. Fast ein Viertel der befragten Industrieunternehmen plant, Personal einzustellen.
FORUM Das Brandenburger Wirtschaftsmagazin Ausgabe 02/2012 FORUM-Archiv FORUM Mediadaten FORUM-Verlag und Redaktion mehr
Abonnieren Sie hier den Newsletter der IHK Potsdam: Aktuelles und Wissenswertes per E-Mail in acht Rubriken mehr
Noch Fragen? Unser Informations- und Service-Zentrum (ISZ) ist Ihre erste Adresse für Beratung und Service in der IHK Potsdam.
© Industrie- und Handelskammer Potsdam
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenden Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
Noch Fragen? Unser Informations- und Service-Zentrum (ISZ) ist Ihre erste Adresse für Beratung und Service in der IHK Potsdam.
© Industrie- und Handelskammer Potsdam
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenden Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.