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IHK24

Erfolgsstory Charterschein

Resümee des Erfahrungsaustausches „Wassertourismus – Charterboottourismus” am 2. April 2009 in Hennigsdorf

„Die Einführung der so genannten Charterschein-Regelung für Sportmotorboote im Land Brandenburg ist ein Erfolg.” Das sagte Olaf Lücke, Leiter des Fachbereiches Starthilfe und Unternehmensförderung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, als Resümee des Erfahrungsaustauschs „Wassertourismus – Charterboottourismus” am 2. April 2009 im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) in Hennigsdorf. Die rund 50 Teilnehmer aus Wirtschaft und Verwaltung bescheinigtem dem Wassertourismus im Land Brandenburg eine hervorragende Entwicklung als touristisches Schwerpunktthema. Besonderes Wachstumspotenzial gebe es in den entstehenden Seen der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft. Um dies insbesondere für motorisierte Boote richtig einschätzen zu können, werden die beteiligten Ministerien eine Bestandsanalyse durchführen, die mögliche Kapazitäten und damit die Ansiedlungschancen von Gewerbe darstellen soll.

Auch die Wasserschutzpolizei stellte der Charterschein-Regelung ein gutes Zeugnis aus: „In den vergangen neun Jahren, in denen diese Regelung in Brandenburg erprobt wurde, ist es zu keinen nennenswerten Unfällen und Sicherheitsverstößen gekommen.” Das bestätigte Hans Joachim Werner, Direktor der Wasserschutzpolizei des Landes Brandenburg. Nun gelte es, den Bestand der Strecken - immerhin 470 Kilometer Bundes- und schiffbare Landeswasserstraßen, die ohne Bootsführerschein zu befahren sind - zu sichern und parallel neue Strecken zu prüfen. Letzteres gelte insbesondere für den Abschnitt Untere Havel Wasserstraße von der Landeshauptstade Potsdam bis Brandenburg an der Havel.

Hier sowie in allen bestehenden Revieren müsse man weiteres Augenmerk auf die Qualität der Angebote und des Service legen: „Boote der verschiedensten Klassen mit den unterschiedlichsten Ausstattungen, vernünftige Anlegemöglichkeiten auf den Strecken, Ver- und Entsorgungseinrichtungen - hier liegt der Schwerpunkt unserer gemeinsamen Arbeit, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können”. Das sagte Martin Linsen, Tourismus-Referent im Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg. Die Konferenz-Teilnehmer waren sich schnell einig, dass die Kunden zunehmend über die Qualität entscheiden. Klassifizierungen wie z. B. die DTV-Sterneklassifizierung für Marinas und Charterunternehmen, die Einrichtung der Hinweisschilder „Gelbe Welle” aber auch das Qualitätsmerkmal „ServiceQualität Deutschland” seien noch zu wenig umgesetzt, hieß es. Hier sind insbesondere die Unternehmen als Leistungsträger gefordert, die bestehenden Angebote anzunehmen und auszubauen.

Der Wassersportentwicklungsplan des Landes Brandenburg, der beim Ministerium für Bildung, Jugend und Sport kurz vor seiner Fertigstellung steht, soll Handlungsoptionen zur infrastrukturellen Entwicklung des Wassertourismus aufzeigen. Die beteiligten Ministerien, die IHKs sowie die Unternehmen sicherten zu, den Erfahrungsaustausch zum Charterschein jährlich fortzusetzen.

DOKUMENT-NR. 17895

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