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IHK24
Erdwärme nutzen – Fachleute bemühen!
Brandenburgischer Geothermietag imHaus der IHK Potsdam
„Es besteht die Gefahr, dass durchwenige ,schwarze Schafe– in der Branche eine ganze zukunftsträchtige Energiequelle, die Erdwärme, eine schlechten Ruf bekommt. Das sagte die Leiterinder Energie Technologie Initiative Brandenburg (ETI), Tanja Kenkmann, auf demersten Brandenburgischen Geothermietag am 24. März 2009 in Potsdam. Diefachgerechte und damit nachhaltige Ausführung von Bohrungen für herkömmlicheErdwärmesonden, die für die Nutzung von Erdwärme bisher am weitesten verbreitetsind, empfiehlt die ETI ausdrücklich.
Den Bauherren wird dringendempfohlen, unbedingt zertifizierte Unternehmen mit der Bohrung und derInstallation des Heizsystems und der Wärmepumpe zu beauftragen. „Derzeit gibt eshin und wieder Probleme mit wenig qualifizierten Anbietern, deren Bohrungennicht die erforderliche Heizleistung erfüllen und sogar eine Umweltgefahr fürdas Grundwasser darstellen können”, so Tanja Kenkmann. Die Experten wollensolchen Entwicklungen in Zukunft entgegenwirken. Dies, so Kenkmann, sei dasResümee eines wesentlichen Teils der Fachtagung gewesen. Insgesamt 140 Expertenaus Wirtschaft und Verwaltung diskutierten aktuelle Technologieentwicklungen.
Zu vorgestellten Technologien für dieGewinnung der Erdwärme gehören Sonden in Gründungselementen von Gebäuden oder inDirektverdampfungssystemen sowie innovative Wärmepumpen und Heizungssysteme.Dazu gehören so genannte Kapillarmatten – bestehend aus extrem dünnenHeizschläuchen, die in Wänden, Fußböden und Decken verlegt werden können und mitnur geringen Temperaturen und Heizaufwand die gewünschte Raumtemperaturerzielen. Als weiteres zukunftsträchtiges Technologiefeld gilt dieEnergiespeicherung in saisonalen Erdwärmespeichern: Im Sommer wird überschüssigeWärme im Erdreich gespeichert und im Winter für die Erdwärmeheizung gefördert.Auch die Nutzung von Oberflächenwasser zur Heizung und Kühlung stellt inBrandenburg ein großes Potenzial dar.
Das Land Brandenburg ist wegen seinerLockergesteine, der hohen Grundwasserstände und der relativ guten zu DDR-Zeitengewonnenen geologischen Kenntnisse besonders für die Nutzung der Erdwärmegeeignet. Im Jahr 2008 waren 5800 Erdwärmeheizungsanlagen in Brandenburginstalliert. Mehr als ein Viertel aller Neubauten wurde mit Erdwärme-Heizungenausgerüstet.
Die Zertifikate lauten fürBohrunternehmen: Zertifizierung nach DVGW-Arbeitsblatt W 120 als Bohr- undBrunnenbauunternehmen und Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrunternehmen(DVGW-Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches)
Für Installateure: ZertifizierterWärmepumpeninstallateur des Bundesverbandes Wärmepumpe

