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Konjunktur Blitzlicht Herbst 2008
(PDF, 1,853 KB) (Dokument-Nr.: 16832)
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Die Industrieunternehmen als Zugpferde der Wirtschaft blicken skeptisch in die Zukunft/Personalplanung weiterhin optimistisch
„Die Stimmung bei den Westbrandenburger Unternehmen hat sich nach einem wirtschaftlich starken Vorjahr und einem dynamischen Jahresauftakt leider eingetrübt”. Das sagte Dr.-Ing. Victor Stimming, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam in Auswertung der traditionellen Unternehmensbefragung unter Kammermitgliedsunternehmen im September dieses Jahres. „Die Tatsache, dass der Geschäftsklimaindex seit Beginn des Jahres um acht Punkte gefallen ist, hat weniger mit den Unternehmenseinschätzungen zur aktuellen Lage zu tun, sondern spiegelt vielmehr die hohe Ungewissheit in Bezug auf zukünftige Entwicklungen wider”, so der IHK-Präsident. Der Geschäftsklimaindex ist von 116,9 Punkten im Frühsommer auf 108,1 Punkte gefallen.
Die aktuelle Geschäftslage wird von knapp der Hälfte der Westbrandenburger Unternehmen als befriedigend eingeschätzt. Gleichzeitig betrachten knapp 40 Prozent der Unternehmen die aktuelle Lage als gut. Der Anteil der Unternehmen, die die Geschäftslage als schlecht bewerten, hat sich mit 13 Prozent leicht erhöht. Zwar ist der Anteil der Unternehmen, die die Gewinnlage als schlecht einschätzen, auf fast 36 Prozent gestiegen, aber insgesamt wird die Gewinnlage als gut bis befriedigend von der Mehrheit der Unternehmen beurteilt (23% gut; 41% befriedigend). Bei den Industrieunternehmen ist von einer deutlichen Eintrübung der wirtschaftlichen Lage zu sprechen: Hier sank der Anteil derer, die die aktuelle Lage als gut bewerten, um 15 Prozent auf immerhin noch 44 Prozent. Ein Viertel der Industrie beurteilt die Gewinnlage als gut – 13 Prozent weniger als im Frühjahr. Dies ist nicht zuletzt der hohen Kostenbelastung geschuldet. In der Dienstleitungsbranche und im Handel setzt sich hingegen die positive Einschätzung vom Jahresbeginn fort. In der Baubranche ist sogar eine sehr positive Einschätzung der aktuellen Geschäftslage zu verzeichnen. So ist der Anteil der Unternehmen, die die Lage als schlecht beurteilen, auf 20 Prozent gesunken und immerhin gut 17 Prozent sehen die wirtschaftliche Situation positiv.
Bei den Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung ist ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen: Zwar beurteilen deutlich über die Hälfte aller Unternehmen (57 %) die Perspektiven als befriedigend, jedoch sank der Anteil der Unternehmen mit positiven Erwartungen auf 18 Prozent. Bei der Industrie hat sich der Anteil derer, die ihre wirtschaftlichen Aussichten noch als gut bezeichnen, im Vergleich zum Jahresbeginn vervierfacht (20%). Parallel dazu hat sich der Anteil aller Unternehmen mit positiven Erwartungen auf knapp 12 Prozent halbiert. Auch im Dienstleistungsbereich und ebenso in der Baubranche sowie beim Handel ist diese Entwicklung – wenn auch deutlich weniger stark ausgeprägt – zu verzeichnen.
Die aktuelle Exportsituation hat deutlich weniger Dynamik als zu Jahresbeginn. Die Erwartungen an die zukünftige Exportentwicklung sind signifikant zurückhaltender. So gehen nur noch knapp 10 Prozent der exportierenden Unternehmen von einer Zunahme des Außenhandels aus. Der Anteil der Unternehmen, die mit einem gleichbleibenden Exportgeschäft rechnen, hat sich auf 45 Prozent erhöht, aber auch die Unternehmen, die einen Rückgang der Exporte erwarten, hat sich auf immerhin mehr als 11 Prozent der Unternehmen gesteigert. Etwa ein Drittel der Unternehmen führen keine Güter aus.
Die Investitionsneigung ist ein zuverlässiger Indikator dafür, ob die Konjunktur gut läuft oder nicht. Zwar ist die Investitionsneigung der Unternehmen ist weiterhin ausgeprägt, aber längst nicht mehr so stark wie zu Jahresbeginn. Der Investitionsfokus hat sich leicht verschoben von Ausgaben für Produktinnovationen auf Ausgaben für Rationalisierungsmaßnahmen und weiterhin für die Beschaffung von Ersatzbedarf. Obwohl sich der Anteil der Unternehmen, die steigende Investitionen planen, deutlich gestiegen ist (27%), ist der Anteil der Unternehmen, die von fallenden (24%) bzw. gar keinen Investitionen (15%) ausgehen, im Gegenzug ebenfalls gestiegen. Der Anteil der Unternehmen, die schätzen, dass die Investitionen auf gleichem Niveau bleiben, liegt bei 34 Prozent.
Trotz der eingetrübten Stimmung im Hinblick auf die erwartete Geschäftslage ist der Anteil der Westbrandenburger Unternehmen (23%) gestiegen, die von zunehmenden Beschäftigtenzahlen ausgehen. Der Anteil der Unternehmen (14%), die von einem Rückgang der Beschäftigung ausgehen, ist konstant geblieben. Jedoch hat sich auch der Anteil der Unternehmen, die keine Veränderung erwarten, auf 63 Prozent leicht reduziert. Insgesamt kann die Stimmung hinsichtlich der Personalplanung jedoch noch positiver als im Frühsommer und zu Jahresbeginn bewertet werden. Im Handel, in der Baubranche und im Dienstleistungssektor ist diese positive Tendenz zu verzeichnen. Nur bei den Industrieunternehmen spiegeln sich die negativen Geschäftserwartungen auch in der Personalplanung wider.
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Noch Fragen? Unser Informations- und Service-Zentrum (ISZ) ist Ihre erste Adresse für Beratung und Service in der IHK Potsdam.
© Industrie- und Handelskammer Potsdam
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenden Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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