Deutschlands
Hauptstadtregion exportierte 2006 ein Fünftel mehr Waren als im
Vorjahr
Rund 180
Wirtschaftsvertreter aus der Hauptstadtregion sind im Haus der IHK
Potsdam zur dritten gemeinsamen Außenwirtschaftskonferenz der
Länder Berlin und Brandenburg zusammengekommen. Im Fokus der
diesjährigen Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg stehen
mit Brasilien und der Türkei zwei aufstrebende Märkte mit hohem
Wachstumspotenzial.
Die
Außenwirtschaftskonferenz ist eine gemeinsame Initiative des
Ministeriums für Wirtschaft des Landes Brandenburg, der
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes
Berlin, der Industrie- und Handelskammern sowie der
Handwerkskammern aus Berlin und Brandenburg, der ZukunftsAgentur
Brandenburg GmbH (ZAB) und der Berlin Partner GmbH. Die Industrie-
und Handelskammer Potsdam hat in diesem Jahr die Organisation und
Durchführung übernommen.
Unternehmen, die an
Auslandsgeschäften mit der Türkei oder Brasilien interessiert sind,
erhalten bei der Konferenz u. a. Informationen über
Wachstumsbranchen, Grundlagen für Geschäftstätigkeit, oder die
praktische Abwicklung von Geschäften im jeweiligen Gebiet. Die
Konferenz ist in thematische Vorträge und Workshops gegliedert, die
sich neben den Zielländern auch mit Außenwirtschaftsfragen wie
Zollabwicklung oder elektronischem Handel beschäftigen. Neben den
Seminaren gibt es auf dem „Marktplatz Außenwirtschaft" Gelegenheit,
mit wichtigen Institutionen und regionalen Playern im
internationalen Geschäft ins Gespräch zu kommen.
Wie wichtig der Export
für die Wirtschaft der Hauptstadtregion ist, zeigt ein Blick auf
die aktuelle Außenhandelsstatistik: „Die Hauptstadtregion
Berlin-Brandenburg exportierte im Jahr 2006 insgesamt Waren im Wert
von 20,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein
Plus von 21 Prozent", hoben Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich
Junghanns und Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf hervor. Im
ersten Halbjahr 2007 ist der Export aus der deutschen
Hauptstadtregion weiter gestiegen. Die Berliner Exporte wuchsen um
9,7 Prozent, die Brandenburger Exporte um 31,9 Prozent.
IHK-Präsident
Dr.-Ing. Victor Stimming erklärte: „Zu Recht können wir sagen,
dass der Außenhandel Brandenburgs das dritte Jahr in Folge
Wachstumsmotor ist. Im laufenden Jahr 2007 steuert der Export auf
den dritten Rekord in Folge zu und nach dem Halbjahresergebnis von
5,2 Milliarden Euro ist das erstmalige Überschreiten der
10-Milliarden-Euro-Marke realistisch. Die Unternehmen
Westbrandenburgs sind an diesem Ergebnis mit guten 54 Prozent
beteiligt."
Wirtschaftsminister
Junghanns betonte: „Der Außenhandel zählt zu den
Wachstumsmotoren der deutschen Hauptstadtregion. Gleichwohl ist die
weitere Erhöhung des Exportanteils unerlässlich. Gerade kleine und
mittlere Unternehmen haben hier noch Nachholbedarf. Deshalb sehe
ich es als eine zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe, den
Mittelstand in der deutschen Hauptstadtregion in seiner
Exportfähigkeit und Exportkraft nachhaltig zu stärken. Vor diesem
Hintergrund wird die Brandenburger Landesregierung dem Landtag bis
Ende des Jahres ein neues Außenwirtschaftskonzept –Brandenburg
International– vorlegen. Ein neues Element dieses Konzeptes ist
beispielsweise die Einführung eines
Außenwirtschaftsassistenten".
Das bestehende
brandenburgische Förderprogramm „Innovationsassistent" wurde in
diesem Jahr um den „Außenwirtschaftsassistenten" erweitert. Kleine
und mittelständische Unternehmen können über das Programm eine
Lohnkostenförderung für die Einstellung von Hochschulabsolventen
erhalten, die außenwirtschaftliches Know-how sowie Landes- und
Sprachkenntnisse in mittelständische Unternehmen bringen
sollen.
Besonders wichtig ist
die gemeinsame Präsentation von Berlin und Brandenburg auf Messen.
„Seit nunmehr 2004 bieten die von beiden Ländern geförderten
Messegemeinschaftsstände unter dem Dach der Hauptstadtregion
Berlin-Brandenburg sowohl Berliner als auch Brandenburger
Unternehmen ideale Bedingungen, um ihre Geschäftstätigkeit im In-
und Ausland zu intensivieren. Und die Unternehmen nutzen diese
Möglichkeiten zunehmend. Auch im kommenden Jahr wird es
Gemeinschaftsstände auf 38 Messen geben, 14 davon finden im Ausland
statt", hob Senator Harald Wolf hervor.