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IHK24

Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg 2007

Deutschlands Hauptstadtregion exportierte 2006 ein Fünftel mehr Waren als im Vorjahr

Rund 180 Wirtschaftsvertreter aus der Hauptstadtregion sind im Haus der IHK Potsdam zur dritten gemeinsamen Außenwirtschaftskonferenz der Länder Berlin und Brandenburg zusammengekommen. Im Fokus der diesjährigen Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg stehen mit Brasilien und der Türkei zwei aufstrebende Märkte mit hohem Wachstumspotenzial.

Die Außenwirtschaftskonferenz ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Wirtschaft des Landes Brandenburg, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin, der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern aus Berlin und Brandenburg, der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) und der Berlin Partner GmbH. Die Industrie- und Handelskammer Potsdam hat in diesem Jahr die Organisation und Durchführung übernommen.

Unternehmen, die an Auslandsgeschäften mit der Türkei oder Brasilien interessiert sind, erhalten bei der Konferenz u. a. Informationen über Wachstumsbranchen, Grundlagen für Geschäftstätigkeit, oder die praktische Abwicklung von Geschäften im jeweiligen Gebiet. Die Konferenz ist in thematische Vorträge und Workshops gegliedert, die sich neben den Zielländern auch mit Außenwirtschaftsfragen wie Zollabwicklung oder elektronischem Handel beschäftigen. Neben den Seminaren gibt es auf dem „Marktplatz Außenwirtschaft" Gelegenheit, mit wichtigen Institutionen und regionalen Playern im internationalen Geschäft ins Gespräch zu kommen.

Wie wichtig der Export für die Wirtschaft der Hauptstadtregion ist, zeigt ein Blick auf die aktuelle Außenhandelsstatistik: „Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg exportierte im Jahr 2006 insgesamt Waren im Wert von 20,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 21 Prozent", hoben Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns und Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf hervor. Im ersten Halbjahr 2007 ist der Export aus der deutschen Hauptstadtregion weiter gestiegen. Die Berliner Exporte wuchsen um 9,7 Prozent, die Brandenburger Exporte um 31,9 Prozent.

IHK-Präsident Dr.-Ing. Victor Stimming erklärte: „Zu Recht können wir sagen, dass der Außenhandel Brandenburgs das dritte Jahr in Folge Wachstumsmotor ist. Im laufenden Jahr 2007 steuert der Export auf den dritten Rekord in Folge zu und nach dem Halbjahresergebnis von 5,2 Milliarden Euro ist das erstmalige Überschreiten der 10-Milliarden-Euro-Marke realistisch. Die Unternehmen Westbrandenburgs sind an diesem Ergebnis mit guten 54 Prozent beteiligt."

Wirtschaftsminister Junghanns betonte: „Der Außenhandel zählt zu den Wachstumsmotoren der deutschen Hauptstadtregion. Gleichwohl ist die weitere Erhöhung des Exportanteils unerlässlich. Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben hier noch Nachholbedarf. Deshalb sehe ich es als eine zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe, den Mittelstand in der deutschen Hauptstadtregion in seiner Exportfähigkeit und Exportkraft nachhaltig zu stärken. Vor diesem Hintergrund wird die Brandenburger Landesregierung dem Landtag bis Ende des Jahres ein neues Außenwirtschaftskonzept –Brandenburg International– vorlegen. Ein neues Element dieses Konzeptes ist beispielsweise die Einführung eines Außenwirtschaftsassistenten".

Das bestehende brandenburgische Förderprogramm „Innovationsassistent" wurde in diesem Jahr um den „Außenwirtschaftsassistenten" erweitert. Kleine und mittelständische Unternehmen können über das Programm eine Lohnkostenförderung für die Einstellung von Hochschulabsolventen erhalten, die außenwirtschaftliches Know-how sowie Landes- und Sprachkenntnisse in mittelständische Unternehmen bringen sollen.

Besonders wichtig ist die gemeinsame Präsentation von Berlin und Brandenburg auf Messen. „Seit nunmehr 2004 bieten die von beiden Ländern geförderten Messegemeinschaftsstände unter dem Dach der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg sowohl Berliner als auch Brandenburger Unternehmen ideale Bedingungen, um ihre Geschäftstätigkeit im In- und Ausland zu intensivieren. Und die Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten zunehmend. Auch im kommenden Jahr wird es Gemeinschaftsstände auf 38 Messen geben, 14 davon finden im Ausland statt", hob Senator Harald Wolf hervor.

DOKUMENT-NR. 14141

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