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26.05.2007 Nr. 61/07
Neue Jobs in allen Branchen
Online-Konjunktur-Umfrage der IHK Potsdam für Westbrandenburg
„Die Konjunktur in Westbrandenburg gewinnt weiter an Fahrt. In allen Branchen hält die gute Stimmung über die aktuelle Geschäftslage an. Die regionale Wirtschaft hat überwiegend gut zu tun und signalisiert weitestgehend guten Auftragsvorlauf.” Das sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Dr.-Ing. Victor Stimming, heute (26.05.07) nach Auswertung der aktuellen Online-Umfrage der IHK Potsdam. „Es ist sehr erfreulich, dass der Geschäftsklimaindex noch einmal deutlich angestiegen ist und einen neuen Spitzenwert von 130,2 Punkten erreicht hat”, so Dr. Stimming. Indes warnt der Präsident vor einem „Heißlaufen” der Konjunktur: „Steigen jetzt Energie- und Rohstoffpreise weiter und läuft möglicherweise auch noch die Tarifpolitik aus dem Ruder, erleben wir ganz schnell wieder eine spürbare Abkühlung.” Man befinde sich nach der langen Konjunkturflaute immer noch in der Konsolidierungsphase. In Brandenburg zu investieren und zu produzieren und dabei „mit beiden Beinen auf der Erde” zu bleiben, das sei der richtige Weg.
Aktuelle Geschäftslage: Insgesamt schätzen 52 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage mit „gut”, rund 39 Prozent mit „befriedigend” und nur 9 Prozent mit „schlecht” ein. Die Industrie und die Dienstleistungsbranche bleiben die konjunkturellen Zugpferde. Trotz eines anhaltenden Preisdrucks und einer starken Auftragskonkurrenz ist auch die Geschäftslage im Baugewerbe überwiegend positiv. Der Handel hat die Mehrwertsteuererhöhung gut verkraftet und auch die Verkehrsbranche hat einen guten Lauf. Dennoch bietet die allgemein gute Wirtschaftslage keinen Grund zu Euphorie. Nachdem die Freude über volle Auftragsbücher das Stimmungsbild aufgehellt hat, muss sich bei der Mehrzahl der Unternehmen dieser Zustand jetzt noch auch beim Ertrag widerspiegeln. Bedenklich ist, dass in allen Branchen die Ertragsentwicklung nicht mit der Geschäftsentwicklung Schritt hält. Die gute Laune ist bei etlichen Unternehmen noch nicht „cash” in der Kasse nachweisbar. Die privaten Konsumenten zeigen sich bei ihren Ausgaben noch zurückhaltend, was die Unternehmen in einigen Bereichen deutlich spüren. Die Betriebe, die ihre Lage mit gut bis befriedigend einschätzen, begründen dies u. a. mit sehr guten Auftrageingängen, motivierten Mitarbeitern, gestiegener Produktqualität und Produktinnovationen.
Die befragten Unternehmen, die ihre Lage mit „schlecht– einschätzen, begründen dies mit zu wenigen Aufträgen, Preisdumping, Schwarzarbeit, steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, einer schlechten Zahlungsmoral und zuviel Bürokratie.
Erwartungen: Die positive Grundhaltung bei der Einschätzung der Wachstumschancen in den kommenden 12 Monaten bleibt bei der Westbrandenburger Wirtschaft nicht nur erhalten, sie wächst sogar weiter an. Eine weiterhin positive Entwicklung erwarten 29 Prozent, 60 Prozent rechnen mit einer gleich bleibenden Geschäftsentwicklung und 11 Prozent mit einer Verschlechterung. Somit wird sich das wirtschaftliche Wachstum in Westbrandenburg fortsetzen. Die Industrie, das Dienstleistungsgewerbe und das Baugewerbe sehen die zukünftige Entwicklung überwiegend positiv. Im Handel sind die Zukunftsaussichten etwas eingetrübt und das Verkehrsgewerbe blickt mit wachsender Sorge auf die nächsten Monate.
Export: Der Export entwickelt sich fast ungebremst optimistisch. Die Unternehmen lassen keinen Zweifel daran, dass es bei den Ausfuhrzahlen nur eine Entwicklung in Richtung Zuwachs geben wird. Dabei wird beim Osteuropageschäft mit einem deutlichen Impuls gerechnet.
Investitionen: Die Anzeichen für eine erste Investitionswelle mehren sich, nachdem viele Jahre nur das Nötigste ersetzt wurde. Deutlich mehr Unternehmen als noch zu Jahresbeginn (26 Prozent) wollen in den kommenden Monaten ihre Investitionen steigern. Bei rund der Hälfte der Unternehmen (49 Prozent) bleiben die Investitionsausgaben unverändert. Investiert wird vornehmlich in den Ersatzbedarf, in die Kapazitätsausweitung und in die Rationalisierung.
Personalplanung: Immer mehr Unternehmen planen, die Anzahl ihrer Mitarbeiter in den kommenden Monaten zu erhöhen. Neueinstellungen beabsichtigen 24 Prozent der Unternehmen, 66 Prozent werden ihre Belegschaft halten und nur 9 Prozent beabsichtigen, weitere Stellen abzubauen. In allen Branchen werden jetzt neue Jobs geschaffen.
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© Industrie- und Handelskammer Potsdam
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenden Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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