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IHK24

Wirtschaft: Rascher Ausbau der B 102

10. April 2007 Nr. 42/07

Forderungen von Unternehmern an Minister Dellmann heran getragen

Unternehmer der Wirtschaftsregion Brandenburg a. d. Havel, Rathenow und Premnitz haben am Dienstag ihre Forderungen zur besseren Verkehrsanbindung ihrer Standorte gegenüber Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann formuliert. Mit Transparenten waren sie in einem Bus nach Potsdam gekommen, um dem Minister ihre Argumente zu erläutern.

In der vergangenen Woche hatten der Präsident sowie der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Dr.- Ing. Victor Stimming und René Kohl, in einem Brief an Minister Dellmann darauf verwiesen, dass der Bauabschnitt Brandenburg-Nord der B 102 angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung eine erhöhte Bedeutung erlange. „Wir unterstützen die Bemühungen von Bundes- und Landtagsabgeordneten, von Bürgermeistern der Region als auch von Vertretern der Wirtschaft aus den betroffenen Städten, nach der kürzlich erfolgten Linienbestimmung für den Ausbau der B 102 neu nunmehr auch das Planfeststellungsverfahren zu eröffnen und erwarten, dass Ihr Haus den notwendigen Planungsvorlauf jetzt schafft”, heißt es in dem Schreiben.

Die mögliche Verlängerung der BAB 14 von Magdeburg nach Schwerin sei auch im nächsten Jahrzehnt kein Ersatz. Parallel zur Wirtschaftsentwicklung müsse endlich auch eine adäquate Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur erfolgen, so die IHK-Forderung.

Die IHK Potsdam gibt nachdrücklich zu bedenken, dass neben der Entwicklung des Standortes Brandenburg-Kirchmöser eine sehr erfolgreiche Entwicklung am Industriestandort Premnitz stattfindet. Allein der geplante Bau der Bioethanolanlage in Premnitz werde zu einer erheblichen Ausweitung von Straßengüterverkehren mit einem Transportbedarf von 450.000 Tonnen Getreide pro Jahr führen.

Gemäß Vorentwurf des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg wird die Stadt Brandenburg an der Havel als Oberzentrum, die Stadt Rathenow als Mittelzentrum ausgewiesen. Verbunden damit sind hochwertige Raumfunktionen der Daseinsvorsorge mit überregionaler Bedeutung, insbesondere auch Wirtschafts- aber auch großräumige Verkehrsknotenfunktionen. Darüber hinaus sind die Städte Brandenburg an der Havel, Rathenow und Premnitz als Branchenschwerpunkte mit vielfältigen Branchenkompetenzfeldern definiert worden.

(Foto: Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (von rechts) empfing am Dienstag Unternehmer, die sich gemeinsam mit der IHK Potsdam für den Ausbau der Bundesstraße B 102 stark machen. Darunter waren René Krüger vom Lackierzentrum Rathenow, Mike Pust, Versicherungsmakler aus Rathenow, sowie Mathias Hohmann von der BETA GmbH in Premnitz.)

DOKUMENT-NR. 13004

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