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INNOVATION UND UMWELT

Umweltpartnerschaft wird fortgeführt

Potsdam. EMAS ist die Kurzbezeichnung für Eco Management and Audit Scheme, auch bekannt als EU-Öko-Audit. Als Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Unternehmen und Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen, ist EMAS in jüngerer Zeit auch in Brandenburg immer mehr zu einem Qualitätssiegel für ökologisches Wirtschaften geworden.

Kammern wollen Unternehmen stärker für EMAS interessieren

Zurzeit sind in Brandenburg 34 Unternehmen und Organisationen der Privatwirtschaft EMAS-zertifiziert. Als erste Verwaltungsbehörde hat nun das Landesumweltamt (LUA) das europäische Öko-Auditsystem EMAS eingeführt. Im Beisein von Umweltministerin Anita Tack und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers nahm LUA-Präsident Matthias Freude am 23. November anlässlich des Jahresempfangs der Umweltpartnerschaft Brandenburg in der Potsdamer Staatskanzlei die Zertifizierungsurkunde vom Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs, Dr.-Ing. Victor Stimming, entgegen. Künftig wollten die Umweltpartner und ganz besonders die Kammern noch mehr tun, um Unternehmen für eine EMAS-Zertifizierung zu motivieren, sagte Dr. Stimming. Dazu gehöre beispielsweise, die Städte und Kreise dabei zu unterstützen, EMAS etwa bei kommunalen Ausschreibungen als Kriterium zu berücksichtigen.

„Wollen wir die globalen Umweltprobleme bewältigen, müssen wir den nachhaltigen Umweltschutz auch auf lokaler Ebene angehen”, so Ministerin Tack. „Die im Landesumweltamt gesammelten Erfahrungen wollen wir bei der EMAS-Einführung des Ministeriums und anderer Verwaltungen nutzen und natürlich hoffen wir auf weitere Mitstreiter in der Wirtschaft.” Unternehmen hätten laut Tack nicht nur handfeste ökonomische Vorteile in Form von Kosteneinsparungen durch effizienteren Ressourceneinsatz oder erhöhte Rechtssicherheit: „EMAS-Teilnehmer können bei Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz in Brandenburg einen Gebührenrabatt von 20 Prozent in Anspruch nehmen.”


Der Jahresempfang fand anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Umweltpartnerschaft statt. Diese Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft stand nach einer Dekade erneut auf dem Prüfstand. Nach einem Treffen der neu gewählten Landesminister Anita Tack (Umwelt) sowie Ralf Christoffers (Wirtschaft und Europa) mit den Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs und des Brandenburgischen Handwerkskammertags, Dr.-Ing. Victor Stimming und Bernd Ebert, zeigten sich die Vertreter der Wirtschaft gegenüber der Presse als optimistisch, die Umweltpartnerschaft weiter zu führen und ihrer Arbeit neue Impulse zu verleihen zu können.

Partnerschaft wird fortgeführt

„Wir haben beim heutigen Jahresgespräch mit den Kammern und der Vereinigung der Unternehmensverbände verabredet, die Umweltpartnerschaft in dieser Legislaturperiode fortzusetzen und auszubauen", so Brandenburgs neue Umweltministerin. "Das heißt, wie setzen weiterhin auf eine kooperative Umweltpolitik, auf die enge Abstimmung mit der Wirtschaft beim Umweltrecht und auf gemeinsame Projekte wie die Beschleunigung von immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren.”

„Die Umweltpartnerschaft hat die Gestaltung optimaler Rahmenbedingungen für eine umweltverträgliche Wirtschaftsentwicklung als wichtiges Ziel formuliert. Ich setze darauf, dass die Unterzeichner und Teilnehmer der Umweltpartnerschaft hier auch weiterhin einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sehen – denn eine kontinuierliche Wirtschaftsentwicklung ist Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung”, erklärte Wirtschaftsminister Christoffers. Die Umweltpartnerschaft müsse auch im Verhältnis des Unternehmens mit der Verwaltung gelebt werden, so der Minister weiter. Kurze Kommunikationswege und eine kooperative Zusammenarbeit seien wichtige Standortfaktoren.

Wirtschaft für kürzere Genehmigungsverfahren

Erstes Ergebnis der erneut besiegelten Partnerschaft ist ein gemeinsam erarbeiteter Maßnahmenkatalog, mit dessen Hilfe vom kommenden Jahr an die Dauer immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren für Unternehmen deutlich verkürzt werden soll. Vorgesehen ist die Schaffung von "Lotsen" durch die IHKs, die als Ansprechpartner für das gesamte bürokratischen Verfahren Hilfestellung geben sollen. Geplant ist außerdem die Einführung eines elektronischen Antragsformulars. (MLUG/MKU)

DOKUMENT-NR. 19474

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