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Materialien der Veranstaltung auf der WebSite der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg-Berlin (Link: http://www.sbb-mbh.de/publikationen/seminarunterlagen/2009-03-31/)
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Am 15. Juli 2009 endet die letzte Übergangsfrist aus der Abfallablagerungsverordnung bzw. Deponieverordnung zur Ablagerung von Abfällen auf Altdeponien. Infolgedessen werden - nach mehrjähriger Übergangsfrist - auch in Brandenburg eine Reihe weiterer Deponien schließen und danach keine Abfälle mehr annehmen und ablagern können. Das betrifft die Entsorgung einer ganzen Reihe von Abfällen, insbesondere jedoch die Entsorgung von Asbest- und KMF-Abfällen, da diese bislang i.d.R. auf Deponien der Klasse 1 abgelagert wurden. Auf Grund der Schließung der Deponien ergibt sich für viele Abfallerzeuger und Transporteure die Notwendigkeit, die bisher genutzten und bis zum 15.07.2009 befristeten Einzel- und Sammelentsorgungsnachweise durch längerfristig gültige zu ersetzen.
Auf der Veranstaltung im Haus der IHK Potsdam wurde über alle Randbedingungen rund um das Thema Deponierung informiert sowie Lösungen und Aspekte aufgezeigt, wie auch in Zukunft eine Entsorgungssicherheit für alle hier ansässigen Unternehmen gewährleistet werden kann.
Die Brandenburger Unternehmerinnen und Unternehmer benötigten auch in Zukunft Entsorgungssicherheit, so René Kohl, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam. Dies bedeute, der Rahmen für die Abfallentsorgung müsse
praktikabel für den Unternehmer sein, das heißt unbürokratisch
bezahlbar für den Unternehmer sein, das heißt wettbewerbsfähige Preise, und
vollzugstauglich beziehungsweise praktikabel für die Verwaltung sein, das heißt: keine Möglichkeit illegaler Entsorgung zulassen
"Insofern lautet eine
unserer Kernforderungen, die illegale Ablagerung von Abfällen
konsequent zu unterbinden", so der IHK-Hauptgeschäftsführer. "Das
Bundeskabinett hat vor zwei Wochen dem Entwurf zur
Deponie-Vereinfachungs-Verordnung zugestimmt. Mit dieser
Vereinfachungs-Verordnung erwarten wir auch das, was angekündigt
wird – nämlich, die Dinge rationeller zu organisieren. Dies war in
der Vergangenheit nicht immer der Fall. Zumindest muss die
Verordnung sicherstellen, dass beispielsweise die Ablagerung von
Abfällen in nicht als Deponien zugelassenen Tongruben künftig
nirgendwo in Deutschland mehr erlaubt und ohne Ahndung möglich
ist."
Es werde sich zeigen, ob mit der neuen Verordnung Schlupflöcher für
eine unsachgemäße Ablagerung von Abfällen in Brandenburg noch
möglich sei. Auf jeden Fall begrüße die IHK, dass die Verordnung
für bundeseinheitliche Regelungen sorgt.
Die illegale Müllentsorgung ist nicht nur ein Problem in
Brandenburg, sondern in allen Bundesländern. Die divergierenden
Aufsichtspflichten der Berg- und Landesumweltämter führen zum Teil
zur Möglichkeit der Umgehung von Gesetzen und Verordnungen. Dabei
sind immer häufiger die Staatsanwaltschaft und die Polizei
gefordert, so der Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam weiter. "Bei
den kriminellen Handlungen geht es ausschließlich um „schwarze
Schafe”, die den Ruf der Branche beschmutzen. Wir - die IHK Potsdam
– setzen uns für hohe Umweltstandards ein. Das zeigt sich in der
zunehmenden Bereitschaft, sich der Umweltpartnerschaft Brandenburg
anzuschließen. Hier engagieren sich Unternehmer, die über das
normale Maß hinaus sich dem Umweltschutz widmen. Wir halten die
Umweltpartnerschaft Brandenburg für ein geeignetes
Dialog-Forum."
Liste der Referate:
Entsorgung von Faserabfällen (Dr. Volker Döring, SBB Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin mbH, Potsdam)
Neue Regelungen im Deponierecht (Andreas Müntne, Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Potsdam; Dr. Ulrich Stock, Landesumweltamt Brandenburg, Potsdam)
DK I, DK II, DK III: So funktioniert eine Deponie! (Rüdiger Madla und Matthias Weigert, Märkische Entsorgungsanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (MEAB), Schöneiche; Dr. Karsten Män, P-D Industriegesellschaft mbH, Wetro)
Nur rein und weg? Die Logistik eines Containerdienstes (Bernhard Lemmé, Nenn Entsorgung GmbH, Berlin)
Die Asbestsanierungsmaßnahme im Palast der Republik – ein Praxisbeispiel (Dr. Werner Heinitz, GSU Gesellschaft für Sicherheits- und Umwelttechniken mbH, Berlin)
Die Referate / Tagungsunterlagen sind auf der WebSite der SBB Sonderabfallgesellschaft Berlin-Brandenburg zu finden (siehe nebenstehende Verlinkung).
Noch Fragen? Unser Informations- und Service-Zentrum (ISZ) ist Ihre erste Adresse für Beratung und Service in der IHK Potsdam.
© Industrie- und Handelskammer Potsdam
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenden Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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