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MIT WEITERBILDUNG VORAN!

Weiterbildungs-Erfolgsumfrage 2011 des DIHK

Deutsche Unternehmen suchen derzeit vermehrt nach qualifizierten Fach- und Führungskräften. Aufschwung und demografische Entwicklung verbessern die Karrierechancen und die Beschäftigungsfähigkeit von gut ausgebildeten Leuten. Unternehmen haben zunehmend erhebliche Probleme, Stellen zu besetzen: Bei den Hochqualifizierten gibt es zum Teil schon Engpässe. Gerade bei Absolventen von beruflicher Aufstiegsbildung, zum Beispiel Industrie- und Fachmeistern, Fachwirten und Fachkaufleuten, besteht ein Fachkräftebedarf, der häufiger schon höher ist als das Angebot.

In dieser Situation bringt die Investition ins eigene Know-how eine gute Rendite: Der DIHK-Erhebung zufolge verbessern sich mehr als 60 Prozent der Weiterbildungsabsolventen beruflich. Drei bis fünf Jahre nach der Prüfung haben sogar mehr als 70 Prozent der Absolventen profitiert. Die große Mehrheit davon mit einer höheren Position (73 Prozent) oder mehr Gehalt (66 Prozent). Mehr als jeder Fünfte davon gibt an, dass die Weiterbildung seinen Arbeitsplatz sichert. 17 Prozent können die gestellten Aufgaben besser bewältigen. Sechs Prozent fanden nach der Weiterbildung einen neuen Arbeitsplatz.

Die erreichten Erfolge sind weitgehend unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Alter: So haben zehn Prozent der Absolventen einen Migrationshintergrund. Sie wechselten genauso häufig in höhere Positionen, wie Personen ohne Migrationshintergrund. Auch bei den Gehaltsverbesserungen gab es keine Unterschiede. Ähnliches gilt für Absolventinnen. Ältere profitieren ebenso, wenn auch seltener mit Aufstieg, dafür aber mit einer besseren Bewältigung der Aufgaben und höherer Arbeitsplatzsicherheit. Dies zeigt, Weiterbildung rentiert sich – sowohl für den Einzelnen als auch für die Betriebe.

 

 

Mit

Migrationshintergrund

Ohne

Migrationshintergrund

vorher

nachher

vorher

nachher

Einfachere Position, zum Beispiel Sach- oder Facharbeiter, Hauptsachbearbeiter

64%

41%

64%

41%

Höhere Position, zum Beispiel Gruppen- oder Teamleiter, Meister, Abteilungsleiter, Betriebsleiter oder Geschäftsführer

30%

53%

31%

53%

Selbständig

2%

4%

3%

4%

ohne Beschäftigung

4%

3%

3%

2%

 

Karriere mit Aufstiegsbildung

Der Erfolg motiviert – mehr als drei Viertel der Absolventen streben weitere Weiterbildungen an. Dabei steigt der Anteil derer, die auf Hochschulniveau weiter machen wollen, kontinuierlich an: Waren es 2002 noch 13 Prozent, so sind es inzwischen 22 Prozent. Veränderte Hochschulzugangsregelungen führen dazu, dass auch immer mehr Personen ohne „klassische“ Hochschulzugangsberechtigung studieren wollen. Das geben inzwischen 21 Prozent aller befragten Absolventen mit Mittlerer Reife und 14 Prozent mit Hauptschulabschluss an. Aufstiegsbildung nach Berufsbildungsgesetz ist passgenau: Vier von fünf Absolventen würden sich wieder für das gleiche Weiterbildungsziel entscheiden.

 

Rendite von Weiterbildung steigt

Auf Grund der demografischen Entwicklung klaffen In den nächsten Jahren Arbeitsangebot und -nachfrage noch weiter auseinander. Weniger Menschen werden mehr leisten müssen, die Lebensarbeitszeiten werden steigen. Der technologische Fortschritt erhöht den Druck, das für die Arbeit benötigte Wissen permanent auf dem neuesten Stand zu bringen. Ständige Qualifizierungsanstrengungen sind gefordert – keiner lernt mehr aus. Das gilt sowohl für die Unternehmen, die in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter investieren müssen, als auch für die Arbeitnehmer. Sie müssen eigenverantwortlich handeln, damit sie ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalten. Für beide gilt: Es lohnt sich!

Jan Kuper

Deutscher Industrie- und Handelskammertag

DOKUMENT-NR. 75612

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